Verbessern des Hintergrunds
 
 
 

In vorherigen Lektionen haben Sie photometrische Lichtquellen verwendet, um den Vordergrund Ihrer mediterranen Nachtszene zu illuminieren. In dieser Lektion werden Sie das Bild fertigstellen, indem Sie die Farbe des Meeres ändern und ein Bitmap-Bild eines Himmels als Hintergrund verwenden.

Vorbereiten der Lektion:

Korrigieren der Farbe für das Meer:

Zunächst ändern Sie das Meer in eine realistischere Farbe.

  1. Drücken Sie die Taste H, um das Dialogfeld "Aus Szene auswählen" zu öffnen. Klicken Sie auf das Objekt Meer, um es zu markieren, und klicken Sie dann auf "OK".

  2. Aktivieren Sie die Ansicht "Kamera-Terrasse", und klicken Sie in der Hauptsymbolleiste auf (Fenster für gerenderte Bilder), um den gerenderten Frame anzuzeigen.
  3. Wählen Sie unter "Fenster für gerenderte Bilder" Dropdown-Liste "Zu rendernder Bereich" die Option "Ausgewählt", und klicken Sie anschließend auf "Rendern".

    Dieses Rendern kann eine Weile dauern, daher können Sie den Rendervorgang abbrechen, sobald Sie einen ersten Eindruck vom Ergebnis erhalten haben.

    Die Farbe des Meerwassers paßt zu einer Tageslichtszene, jedoch nicht zur Nacht.

  4. Öffnen Sie den erweiterten Material-Editor.
  5. Führen Sie in der Material-/Map-Übersicht einen Bildlauf bis zum Bereich "Szenenmaterialien" durch, und suchen Sie den Eintrag Water - Sea. Ziehen Sie diesen Eintrag in die aktive Ansicht, und wenn Sie von 3ds Max Design gefragt werden, ob eine Instanz oder eine Kopie verwendet werden soll, stellen Sie sicher, daß "Instanz" ausgewählt ist, und klicken Sie dann auf "OK".
  6. Doppelklicken Sie auf den Materialknoten Water - Sea, damit seine Parameter im Parameter-Editor auf der rechten Seite angezeigt werden.
  7. Öffnen Sie im Rollout "Wasser" die Dropdown-Liste "Farbe", und wählen Sie "Benutzerdefiniert".

  8. Klicken Sie auf das Muster "Benutzerdefinierte Farbe", und wählen Sie in der geöffneten Farbauswahl eine dunkelblaue Farbe: Rot=0,005, Grün=0,025, Blau=0,1.
  9. Rendern Sie das Meer erneut. Sie können den Rendervorgang abbrechen, sobald Sie einen Eindruck von dem Ergebnis erhalten haben.

  10. Wählen Sie in der Dropdown-Liste "Zu rendernder Bereich" die Option "Ansicht", so daß beim nächsten Rendern die gesamte Szene eingeschlossen wird.
  11. Minimieren Sie das Fenster für gerenderte Bilder.

Hinzufügen eines Hintergrundbilds:

  1. Wählen Sie im Menü "Rendern" die Option "Umgebung", um das Dialogfeld "Umgebung und Effekte" zu öffnen. Klicken Sie im Rollout "Allgemeine Parameter" auf die Schaltfläche "Umgebungs-Map" (derzeit steht dort “Keine").

    3ds Max Design öffnet die Material-/Map-Übersicht.

  2. Doppelklicken Sie in der Material-/Map-Übersicht auf den Bitmap-Map-Typ. (Bitmap ist im Bereich "Maps" "Standard".)

    In 3ds Max Design wird ein Dialogfeld zur Dateiauswahl angezeigt.

  3. Navigieren Sie im Dialogfeld "Datei" zum Ordner \sceneassets\images, klicken Sie auf desert.jpg, um die Datei zu markieren, und klicken Sie dann auf "Öffnen".

    Das Bild ist eine Wüstenlandschaft und wurde tagsüber aufgenommen.

  4. Vergewissern Sie sich, daß die Option "Hintergrund und Umgebungs-Maps verarbeiten" im Rollout "Belichtungssteuerung" deaktiviert ist.

    Wenn diese Option aktiviert ist, wendet 3ds Max Design die Belichtungssteuerung direkt auf die Hintergrund-Map an. Für die meisten Bitmaps (diejenigen, die keinen hohen dynamischen Bereich (HDR=High Dynamic Range) speichern) werden dadurch der Hintergrund und andere Umgebungs-Maps unsichtbar.

  5. Stellen Sie sicher, daß kein Objekt ausgewählt ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Ansichtsfenster, und wählen Sie im Quad-Menü die Option "Nicht ausgewähltes ausblenden".
  6. Rendern Sie das Ansichtsfenster "Camera01".

    Wenn alle Objekte verborgen sind, rendert 3ds Max Design nur das Hintergrundbild. Es ist offensichtlich, daß das Bild dunkler eingestellt werden muß, damit es für die Nachtszene geeignet ist.

    Lassen Sie das Dialogfeld "Umgebung und Effekte" vorerst geöffnet.

Anpassen des Hintergrundbildes:

  1. Öffnen Sie den erweiterten Material-Editor.
  2. Navigieren Sie in der Material-/Map-Übersicht auf der linken Seite in den Bereich "Sample-Felder".
  3. Ziehen Sie die Schaltfläche "Umgebungs-Map" aus dem Dialogfeld "Umgebung und Effekte", und legen Sie sie auf ein unbenutztes Sample-Feld ab. Über dem Sample-Feld wird eine rote Leiste angezeigt, wenn Sie es über dem Map ablegen können.

    Sie werden von 3ds Max Design gefragt, ob das Map als Instanz oder als Kopie erstellt werden soll. Stellen Sie sicher, daß "Instanz" ausgewählt ist, und klicken Sie auf "OK".

  4. Schließen Sie das Dialogfeld "Umgebung und Effekte".
  5. Ziehen Sie das Sample-Feld mit dem Umgebungs-Map in die aktive Ansicht.

    Sie werden erneut von 3ds Max Design gefragt, ob das Map als Instanz oder als Kopie erstellt werden soll. Stellen Sie sicher, daß "Instanz" ausgewählt ist, und klicken Sie auf "OK".

  6. Doppelklicken Sie in der aktiven Ansicht auf den Knoten "Bitmap", damit seine Parameter im Parameter-Editor auf der rechten Seite angezeigt werden.
  7. Verringern Sie im Rollout "Ausgabe" den Wert "Ausgabebetrag" auf 0,033.

  8. Rendern Sie das Ansichtsfenster "Camera01" erneut.

    Das Ergebnis ist ein stark unterbelichtetes Bild, das einem Nachthimmel ähnelt: eine digitale Version der "Amerikanischen Nacht".

    Stark unterbelichtetes Hintergrund-Bitmap für Nachtszene

  9. Schließen Sie den erweiterten Material-Editor.

Rendern der Szene, um die Änderungen am Hintergrund zu sehen:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Ansicht, wählen Sie "Alle anzeigen" im Quad-Menü, und rendern Sie anschließend das Ansichtsfenster "Kamera-Terrasse".

    Der dunklere Ozean wirkt realistischer, und der Hintergrund eines bewölkten Himmels fügt mehr Tiefe zur Szene hinzu.

    Hiermit ist das Rendern der Villa bei Nacht abgeschlossen. Wenn Sie das Antialias in der Szene weiter reduzieren möchten, können Sie im Fenster für gerenderte Bilder die Schieberegler "Bildpräzision" und "Final Gather-Präzision" eine Position weiter nach rechts schieben. Durch das Erhöhen dieser Einstellungen wird jedoch die Renderzeit erheblich erhöht.

Speichern der Arbeit:

Zusammenfassung

In diesem Lehrgang haben Sie gelernt, wie Sie photometrische Lichtquellen verwenden, um eine Nachtszene zu beleuchten. Sie haben die Farbe der Lichtquellen angegeben und definiert, wie Schatten geworfen werden. Sie haben die Selbstillumination und einen Schein-Shader zur Verbesserung der Darstellung von Lichtquellen verwendet. Außerdem haben Sie gelernt, ein Hintergrundbild auszuwählen und die Ausgabestärke angemessen für eine Nachtszene zu verringern.