Durch die Einführung des Splines als Hilfslinie kann das Ziegelmaterial den Konturen des Bogenobjekts ordnungsgemäß folgen. Jedoch sind die Ziegel in der gegenwärtigen Mapping-Konfiguration zu groß und werden vertikal entlang der Bogenpfeiler anstatt horizontal gemappt. In dieser Lektion verwenden Sie das Dialogfeld "UVWs bearbeiten", um das Mapping visuell anzupassen und die Ziegel korrekt zu mappen.
Einrichten des Dialogfelds "UVWs bearbeiten" und Anzeigen des Ziegel-Maps:
3ds Max Design öffnet ein Dialogfeld "UVWs bearbeiten".

Das Bogenobjekt wird als Raster aus UVW-Flächen und Scheitelpunkten angezeigt
Das Fenster im Dialogfeld "UVWs bearbeiten" stellt das Bogenobjekt in abgeflachter Form dar. Es werden vier rote, vertikale Schnitteile angezeigt, die aus UVW-Flächen und Scheitelpunkten bestehen. Die Schnitteile stehen für die innere, äußere, linke und rechte Fläche des Bogens.
Zoom-Werkzeug des Fensters "UVWs bearbeiten".
Die Oberfläche des Bogenobjekts wird gegenwärtig auf eine einzelne Kachel des brick-soldier-Materials gemappt.
Das Quadrat, auf dem sich das abgeflachte Bogenobjekt befindet, entspricht dem dunklen Quadrat im nächsten Diagramm, das das Koordinatensystem im Fenster "UVWs bearbeiten" darstellt.

Die Textur, die Sie auf das Bogenobjekt anwenden, wird auf diesen Bereich gemappt, dessen Koordinatensystem von 0, 0 bis 1, 1 reicht.
"Bilddatei ansehen", und öffnen Sie im Dialogfeld "Datei anzeigen" den Ordner \sceneassets\images\. Klicken Sie auf brick_soldier-diff.jpg, um die Datei zu markieren, und dann auf "Öffnen".
3ds Max Design öffnet ein Dateiansichtsfenster, in dem Sie erkennen, daß es sich bei brick-soldier-diff.jpg um ein quadratisches Bild handelt. Derzeit wird es eins zu eins mit UVW-Koordinaten von 0 bis 1 gemappt. Außerhalb des durch das Intervall von 0 bis 1 begrenzten Quadrats ist dasselbe Bild weitere zwei Mal in jede Richtung gekachelt.
Schließen Sie das Dateiansichtsfenster.


3ds Max Design öffnet unterhalb des Bereichs "Weiche Auswahl" einen weiteren Bereich mit dem Titel "Bitmap-Optionen".

Das Bitmap im Fenster "UVWs bearbeiten" wird heller und deutlicher erkennbar.
Korrigieren der vertikalen Verzerrung:
(Scheitelpunkt-Unterobjektmodus).
In diesem Modus können Sie erkennen, wie der Modifikator "UVW zuweisen" die Konturlinien des Bogenobjekts leicht gekrümmt hat. Sie müssen diese Konturen begradigen.

Gekrümmte Konturlinien des entfalteten Bogenobjekts
(Verschieben), und wählen Sie mit der Bereichsauswahl alle Scheitelpunkte der linken Außenkante aus.
Ausgewählte UVW-Scheitelpunkte der linken Außenkante
Damit diese Scheitelpunkte ordnungsgemäß am Bild-Map ausgerichtet werden, müssen alle den U-Wert 0 haben.

Dieser Befehl weist der horizontalen Map-Koordinate jedes ausgewählten Scheitelpunkts für "U" den Wert 0 zu. Dabei werden alle Scheitelpunkte vertikal an ihrem Ursprung (0) ausgerichtet. Dies wird in der nächsten Abbildung dargestellt.

Die ausgewählten Scheitelpunkte werden vertikal an einem horizontalen Wert von 1 ausgerichtet.


UVW-Scheitelpunkte nach der Ausrichtung
Das UVW-Map deckt nun die Oberfläche des Bogenobjekts viel besser ab. Wie Sie im Fenster sehen können, gibt es allerdings weiterhin ein offensichtliches Problem. Die Ziegel werden vertikal gemappt, obwohl sie horizontal gemappt werden müßten. Um diese Änderung durchzuführen, müssen Sie das Mapping um 90 Grad drehen.
Korrigieren der Ausrichtung der Ziegel:
(Freiform-Modus).

UVW-Raster nach der Drehung
Jetzt sind die Ziegel des Bogens horizontal ausgerichtet. Beachten Sie jedoch, daß die Ziegel für die von ihnen eingenommene Fläche immer noch zu groß sind.

Bogenobjekt mit horizontal ausgerichteten Ziegeln
Sie müssen die Größe des UVW-Rasters über dem Map anpassen, damit die Ziegel besser verteilt sind.
Angleichung von Ziegelkanten und Bogen:
Die derzeitige vertikale Skalierung der Ziegel hat zur Folge, daß die Kanten der Ziegel nicht an die Kanten des Bogens anschließen: Das UVW-Raster umfaßt fünf Ziegel anstatt vier.

Die Ziegelkanten schließen nicht an die vertikalen Kanten des Bogens an

Die Größe des UVW-Rasters wurde geändert, so daß es vertikal vier Ziegelreihen umfaßt, d. h. eine Reihe pro Fläche
Jetzt decken sich die Kanten der Ziegel mit den Kanten des Bogens.

Erhöhen der Anzahl der Ziegel in Bogenrichtung:
Verkleinern Sie die Ansicht im Fenster "UVWs bearbeiten" und
pannen Sie, um das Bild brick-soldier-diff.jpg vollständig sehen zu können.

Jetzt wird brick-soldier-diff.jpg zweimal in jede Richtung gekachelt.
Verkleinern Sie die Ansicht und
pannen Sie wieder, so daß Sie alle brick-soldier-diff.jpg-Kacheln sehen können.
Zwei Bildkacheln umgeben das UVW-Raster in jeder Richtung
Vergrößern Sie den Bereich wieder, so daß Sie das UVW-Raster und die rechte Kante des Ziegel-Maps gut sehen können.
(Freiform-Modus). Stellen Sie sicher, daß alle Scheitelpunkte ausgewählt sind. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt und ziehen den Scheitelpunkt der oberen rechten Ecke bis zum rechten Rand des Maps. 

Zur horizontalen Größenanpassung bei gedrückter Umschalttaste die obere rechte Ecke des UVW-Rasters ziehen
Weil die UVW-Hilfslinien horizontal gestreckt wurden, so daß sie drei Map-Kacheln (von 0 bis 3 entlang der U-Achse) umfassen, werden nun dreimal so viele Ziegel auf die Länge des Bogens gemappt.

Korrigieren der Verdickung der Ziegel am oberen Teil des Bogens:
Wenn Sie den oberen Teil des Bogens genau betrachten, erkennen Sie, daß sich die Ziegel verdicken.

Ziegel im Bogen weisen eine Verformung auf
Diese Verformung entsteht, wenn die Anzahl der Unterteilungen im Polygonnetz des Bogenobjekts nicht der Anzahl der Ziegel entspricht, die darauf gemappt wurden.
(Zoom Grenzen), um die Ansicht der UVW-Hilfslinien zu vergrößern.
Wählen Sie anschließend nur diejenigen Scheitelpunkte in der Mitte aus, die dem oberen Teil des Bogens entsprechen.
UVW-Raster mit ausgewählten Bogenscheitelpunkten
Es gibt 14 Unterteilungen im Polygon, das den Bogen definiert, aber im zugrundeliegenden Map befinden sich 16 Ziegel. Sie müssen die Größe der UVW-Hilfslinien ändern, so daß die Netzunterteilungen der Anzahl der Ziegel im Map entsprechen.
Freiform-Modus aktiviert. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt und ziehen den Scheitelpunkt in der oberen linken Ecke der Auswahl um einen Ziegel nach rechts.

Die Anzahl der Bogenpolygone entspricht nun der Anzahl der Ziegel des Maps

Die Ziegel am oberen Teil des Bogens verdicken sich nicht mehr
Korrigieren der Skalierung der Pfeilerziegel:
Wenn Sie den gesamten Bogen betrachten, stellen Sie fest, daß die Ziegel am oberen Teil des Bogens aufgrund der Korrektur, die Sie gerade vorgenommen haben, größer erscheinen als die Ziegel der beiden Pfeiler.

Die Ziegel des Bogens sind größer als die der Pfeiler.
Wählen Sie im Fenster "UVWs bearbeiten" nur die Scheitelpunkte aus, die dem linken Pfeiler des Bogenobjekts entsprechen aus
(im Fenster von "UVWs bearbeiten" und im Ansichtsfenster auf der rechten Seite).
Scheitelpunkte des linken Pfeilers

Linker Pfeiler nach der Größenänderung um zwei Ziegel nach links


Alle Ziegel, die auf das Bogenobjekt gemappt wurden, sowohl auf den Pfeilern als auch dem Bogen, werden nun mit gleicher Größe angezeigt. Das Ergebnis ist ein ordnungsgemäß gemappter Bogendurchgang, bei dem das Bitmap überzeugend den Konturen der Objektgeometrie folgt.

Bogenobjekt mit Ziegeln in gleicher Größe
Schließen Sie das Dialogfeld "UVWs bearbeiten", und klicken Sie im Modifikatorstapel auf "Scheitelpunkt", um die Unterobjektebene
"Scheitelpunkt" zu verlassen. Klicken Sie anschließend auf einen leeren Bereich des Ansichtsfensters, um die Auswahl des Bogens
aufzuheben.
Minimieren Sie das orthogonale Ansichtsfenster.
(Rendern (Produktion)), um Ihre Arbeit zu rendern.
Gerenderte Ansicht des Ziegelmaterials, das auf den Leihhauseingang gemappt wurde
In diesem Lehrgang haben Sie gelernt, wie Sie den Modifikator "UVW zuweisen" zusammen mit einem Spline-Objekt einsetzen, um ein Material auf ein gebogenes Objekt zu mappen. Sie haben außerdem gelernt, wie Sie das UVW-Gitter des Objekts im Dialogfeld "UVWs bearbeiten" manipulieren können, um festzulegen, wie das Bitmap-Bild des Materials auf die Zieloberfläche projiziert wird.